Andreas Jauss.
Seine fotorealistische Malerei wirkt wie die Dokumentation unserer täglichen Wahrnehmungen: ein Blick aus dem Fenster in eine Straßenschlucht oder eine vorbeiziehende Landschaft, die wir nur aus dem fahrenden Auto wahrnehmen.
Dem Maler Andreas Jauss dienen diese Augenblicke als Grundlage für seine komponierten Realitäten, in denen nicht die exakte Abbildung im Mittelpunkt steht, sondern vielmehr Stimmungen und Emotionen festgehalten werden.
„Ich bin Maler und meine Malerei soll, bei aller Genauigkeit, auch immer als Malerei erkennbar sein. Ich versuche nicht mit einem Foto zu konkurrieren, sondern will bewusst mit den Mitteln der Malerei Stimmungen wiedergeben,“ so der Künstler.
Für die Serie „Der Lauf der Dinge“ beschränkt sich Jauss bewusst auf das Format 30 x 40 cm und, bis auf wenige Ausnahmen, auf die Farben Schwarz und Weiß. Diese kleineren Arbeiten fügt Jauss zu wandfüllenden Ensembles zusammen und lässt auf diese Weise seine Sicht auf die Dinge entstehen – as things are.
Andreas Jauss, Jahrgang 1960, studierte von 1992 bis 1998 Malerei und Graphik an der Akademie Karlsruhe.
Den Dingen des Lebens hat Jauss, der mehrfach in den USA ausstellte, mittlerweile über 400 Arbeiten gewidmet.
In der Galerie Rothweiler sind neben den kleinformatigen Arbeiten aus der Serie „Der Lauf der Dinge“ auch einige großformatige Gemälde und Zeichnungen des Künstlers zu sehen.
Einführung: Roswitha Zytowski